Es kam dann doch anders. Das Wetter, um 7 noch Regen in Strömen, besserte sich während des Frühstücks schnell, und einem geilen Schitag stand nichts mehr im Wege. Auf dem Weg nach Johnsbach kamen jedoch Überlegungen auf, doch eine ander Tour zu wählen. Grund? Ganz einfach: Die Zinödltour liegt südseitig, und dadurch muss man zumindest im unteren Teil über saftige braune Wiesen marschieren. Also war bald klar, dass der Leobner - seines Zeichen nordseitig - zum Zuge kam.

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Außerdem hatte ich mit diesem Berg noch eine Rechnung offen ;-)

Bereits vor 2 Jahren war der Leobner mein Ziel, musste damals aber wegen gesundheitlichen Problemen am Törl umkehren.
Heute soll es klappen!
Wir starteten gegen 9:15 am oberen Parkplatz. Die Wolken verzogen sich immer mehr. Bis zur Alm war es ein gemütlicher Sparziergang, dann kam der schweißtreibende Sautrog: Eine enge, steile Talkluft, die hinauf zum Leobner Törl führte. Gottseidank scheint die Kondition gut zu sein, und der Sautrog brachte mich nur wenig ins Schnaufen. Viel mehr machten mir meine Fersen und generell meine Füße Sorgen. Meine Fersen, weil ich vergessen zu tapen habe (im Gegensatz zu den Schienbeinen…) und meine Füße, die bei engerer Schnallenstellung zusehends schmerzten. Gegen Ende des Sautrogs rutschte ich mit dem Bergschi an der Kante aus, und überdrehte meinen Knöchel leicht, was zwar zu keinem Problem bei der Tour führte, ich jedoch jetzt a bissal humpel.

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Am Leobnertörl angekommen empfing uns ein wunderbares Panorama von den Tauern über den Leobner bis hin zu den Xeisbergen. Wir erkannten schon, dass, es trotz des schönen Wetters, es ziemlich ungemütlich werden wird. Die Wolken schossen nur so über den Gipfel. Nach dem Sautrog konnten wir ein wenig entspannen. Es ging lange Richtung Aufstieg zum Gipfelgrat.
Etliche meterhohe Schneeverwehungen säumten spektakulär den Weg. Dann ging es aufwärts richtung Süden auf den Gipfelgrat. Erste Windböen empfingen uns bereits. Oben am Grat angekommen, änderte sich die gesamte Situation. Durch den starken Sturm mussten wir uns fest einpacken, und auch ein Weiterkommen mit den Schi war bis fast ganz oben ab jetzt nun unmöglich - Der Grat war bis zum Gras abgeweht. Also Schi schultern, und aufwärts. Immer wieder warfen mich Böen beinahe um.

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Berg Heil! Der Gipfel war komplett abgeweht. Beim Abschnallen musste ich meine Stecken unter die Schi klemmen, da sie sonst davon rollten. Auch ärgerte ich mich, dass ich die Kapuze zu meiner MAMMUT-EXTREME nicht schon weiter unten angezipt habe. Da war die Hilfe von Fly nötig, damit mir das Ding nicht davonfliegt. Der Sturm, ich schätze zwischen 80 und 100 km/h zwang uns auch schon nach einigen Erinnerungsfotos und einem Nussini ins Tal.
Und ab da begann die pure Lust am Schifahren. WIr hatten das ganze Kar für uns allein. Wir starteten mit einem Wechtensprung zu geilen Kurzschwüngen und Speedteilen bis zum Törl. Der Schnee war durchaus OK! Auch wenn es die Nacht durch geregnet hat. Ab dem Törl suchten wir uns kurz leider den falschen Hang aus. Pickig, Nass, schwer zum drehen. Dann halt doch den Spuren nach - und da wars gar nicht schlecht zum fahren!
Auf der Alm war Action garantiert: Natürliche Schanzen und Kompressionen verhalfen zu gewissen Adrenalinschüben.
Durch den Wald ging es über den Hohlweg zurück ins Tal.

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Eine gelunge Tour war vollendet! NEIN! Ein wichtiger Part kam ja noch: Bei Schweinsbradl und Bier (what else?) beim Kölbl (where else?) ließen wir diesen geilen Tag ausklingen.

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Die volle Bildergallerie von der Tour